Strategische Grundsätze der WerteUnion

  1. Ziel der WerteUnion ist eine liberal-konservative Politikwende auf Basis des christlichen Menschenbilds für Deutschland.
  2. Unsere diesbezüglichen politischen Positionen haben wir im „Konservativen Manifest“ formuliert. Dessen inhaltliche Forderungen leiten sich aus Grundsatzprogrammen sowie aus aktuellen und früheren Wahlprogrammen der Unionsparteien ab. Die Inhalte des konservativen Manifests sind für uns die Richtschnur unseres politischen Handelns.
  3. Der strategische Ansatz zur Politikwende besteht darin, die CDU/CSU als stärkste politische Kraft in Deutschland wieder auf einen Kurs der konservativen Mitte zu bringen.
  4. Die WerteUnion setzt sich dafür ein, dass die CDU/CSU christdemokratische Positionen wieder mit Nachdruck und Überzeugung vertritt, damit Mehrheiten erringt und ihre Inhalte konsequent gegen sozialistische und nationalistische Politik durchsetzt.
  5. Dazu wirkt die WerteUnion insbesondere auf Parteiführung, Gremien, Mandatsträger und Mitglieder der CDU/CSU und ihre Vereinigungen ein. Sie sind bei unseren Maßnahmen die wichtigste Zielgruppe.
  6. Die WerteUnion positioniert sich auch als kritische innerparteiliche Opposition, sofern die Unionsführung eine von den christdemokratischen Grundsätzen abweichende Politik betreibt oder sich links der Mitte positioniert. Unsere politischen Gegner sind jedoch stets die Parteien links und rechts der Union.
  7. Die WerteUnion versteht sich als wertkonservatives und wirtschaftsliberales Netzwerk sowie als Basisorganisation innerhalb der Union. Sie gibt den Parteimitgliedern eine Stimme und schafft mit ihren Strukturen den organisatorischen und finanziellen Rahmen für entsprechende Aktivitäten. Um unsere Positionen mit Nachdruck vertreten zu können, verbreitern und vernetzen wir unsere Mitglieder- und Sympathisantenbasis innerhalb der Unionsfamilie kontinuierlich.
  8. Wir setzen uns konstruktiv für unsere politischen Inhalte ein, insbesondere durch Positionspapiere, Pressemitteilungen, Anträge an Parteigremien, Anschreiben an Mandatsträger, Veranstaltungen, Publikationen, Umfragen und weitere Werbemaßnahmen. Wir wollen so wieder eine offene Debattenkultur anregen, die insbesondere Fachleute einbindet.
  9. Im Sinne der Effizienz konzentrieren wir uns bei unseren jeweiligen Inhalten auf wesentliche Themen, bei denen wir besonders großen Korrekturbedarf für die Politik der Union oder eine wesentliche Gegenposition zur Politik anderer Parteien sehen. Es ist weder erforderlich noch zielführend, zu jedem Themenfeld eine eigene Position der WerteUnion zu formulieren.
  10. Da die Umsetzung politischer Inhalte stark von Personen abhängt, setzen wir uns auch dafür ein, dass Konservative und Wirtschaftliberale in wichtigen Spitzenpositionen angemessen vertreten sind. Sofern die Parteispitze dauerhaft eine vom wertkonservativen, wirtschaftsliberalen und christlich-sozialen Markenkern der Union abweichende Politik betreibt, setzen wir uns auch für eine entsprechende personelle Erneuerung ein.
  11. Damit unsere Inhalte wahrgenommen werden und eine starke Außenwirkung erzeugen, veröffentlichen wir unsere Positionen auch in den klassischen Medien und in social media. Wir bauen unsere eigenen Kommunikationskanäle kontinuierlich aus, um unsere Positionen mit eigenen Mitteln an die jeweiligen Zielgruppen kommunizieren zu können.
  12. Unsere Positionen vertreten wir entsprechend unserer Überzeugung unabhängig davon, ob auch andere Parteien diese oder ähnliche Positionen vertreten.
  13. Wesentlich für das Gelingen der Strategie ist eine disziplinierte, koordinierte und qualitativ hochwertige Kommunikation. Wir äußern uns sachlich und lehnen beleidigende oder gar extremistische Äußerungen ab. Sie entsprechen weder dem Anspruch noch dem Stil der WerteUnion.
  14. Um die Mehrheitsfähigkeit christdemokratischer Positionen zu erreichen, wollen wir insbesondere Wertkonservative und Wirtschaftsliberale, die unsere Positionen und Ziele teilen, begeistern und als Mitglieder für die Union halten bzw. neu oder zurückgewinnen.
  15. Auf Basis der vorangegangenen Feststellungen fokussiert sich die WerteUnion auf die Vernetzung und Kooperation mit den konservativen beziehungsweise wirtschaftsliberalen Vertretern und Strömungen innerhalb der Unionsfamilie. Die WerteUnion lehnt jegliche Zusammenarbeit mit den Parteien Die Linke und AfD nahestehenden Organisationen ab. Dies gilt insbesondere für die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Desiderius-Erasmus-Stiftung.

Beschluss des Bundesvorstands

Frankfurt, 20.6.2020

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