Wir müssen dem Machtanspruch Erdogans konsequent begegnen

Ein Beitrag – Von Sylvia Pantel, MdB
Die DITIB, der größte Moschee-Dachverband Deutschlands, untersteht der türkischen Religionsbehörde, deren Leiter mit dem Schwert in der Hand in der Hagia Sophia gedroht hat. Dieser Verband darf kein Partner für den Religionsunterricht sein.
 
Am Freitag wurde die weltbekannte Hagia Sophia („Göttliche Weisheit”) in Istanbul zum ersten Mal seit 85 Jahren wieder als Moschee genutzt. Gebaut wurde die ehemalige byzantinische Kirche von 532 bis 537 nach Christus. Als die Osmanen, angeführt von Sultan Mehmed Fatih, 1453 das damalige Konstantinopel eroberten, wurde aus der Hagia Sophia erstmals eine Moschee. Erst nach dem Ende des Osmanischen Reichs ließ der erste Präsident der Türkei, Kemal Atatürk, das Gotteshaus ab 1935 als Museum nutzen. Atatürk wollte die Türkei als einen modernen säkularen Staat mit verlässlicher Rechtsstaatlichkeit, Toleranz und Pluralismus und der Garantie religiöser Freiheiten errichten.
Darauf nahmen auch die Reden Bezug, die am Freitag in der Hagia Sophia gehalten wurden. Der Imam Ali Erbas, Leiter der türkischen Religionsbehörde Diyanet, drohte dabei unverhohlen: „Sultan Fatih hat diesen prächtigen Tempel bis zum Jüngsten Tag zur Moschee erklärt. Wer sich gegen dieses Erbe wendet, wird verdammt sein.“ Kurz zuvor war er mit einem Schwert in der Hand an die Kanzel herangetreten.
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