Die CDU nicht aufgeben – Koalitionsvertrag ablehnen!

Auf seiner jüngsten Sitzung bekräftigte der Bundesvorstand der WerteUnion einstimmig seine Ablehnung des Koalitionsvertrags zwischen CDU, CSU und SPD. Er fordert die Delegierten des bevorstehenden Bundesparteitags der CDU auf, der beabsichtigten Neuauflage der Koalition nicht zuzustimmen und stattdessen die Weichen in Richtung einer Minderheitsregierung zu stellen.

Hierzu erklärt der Vorsitzende der WerteUnion, des konservativen Flügels der Union, Alexander Mitsch:

„Für die großen Herausforderungen der deutschen Politik stellt der Koalitionsvertrag keine Lösungen in Aussicht. Dies trifft auf die Migrationspolitik und die illegale Einreise nach Deutschland genauso zu wie auf die überfällige Entlastung des Mittelstands und eine generationengerechte Finanzpolitik. Die Zukunftssicherung wird weiter auf die lange Bank geschoben: Schnelles Internet soll erst 2025 flächendeckend verfügbar sein. Stattdessen wird als flankierende Maßnahme zur endgültigen Einführung der europäischen Schuldenunion das Finanzministerium der SPD zugeschoben.

Nach diesem Koalitionsvertrag würde in den nächsten Jahren in Deutschland nicht nur Stillstand herrschen, auf vielen Gebieten würden die Interessen unseres Landes und seiner Bürger massiv verletzt werden. Die WerteUnion lehnt die Fortsetzung der Koalition mit der SPD deshalb entschieden ab.“

Die drohende Selbstaufgabe der CDU verhindern

„Mit der Einschätzung, dass der Koalitionsvertrag weitgehend die Handschrift der SPD trägt, steht die WerteUnion nicht allein. Zu diesem Ergebnis kommen auch die meisten Mitglieder der Unionsparteien. Dass nach den Schlüsselministerien für Äußeres sowie Arbeit und Soziales nun auch noch jenes für Finanzen der SPD überlassen werden sollen, kommentierte beispielsweise der frühere CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz: „Wenn die CDU diese Demütigung auch noch hinnimmt, dann hat sie sich selbst aufgegeben“.

Zu dieser Selbstaufgabe darf es nicht kommen.

Für die Delegierten des bevorstehenden Bundesparteitags muss es eine Frage der Ehre sein, durch die Ablehnung der geplanten Koalition die Selbstaufgabe unserer Partei zu verhindern. Die CDU darf nicht der Kanzlerschaft unserer gegenwärtigen Parteivorsitzenden geopfert werden.“, so Mitsch.

Die WerteUnion ist der am 25.03.2017 gegründete bundesweite Zusammenschluss der konservativen Initiativen innerhalb der Union mit derzeit 15 Landesverbänden. Wir wollen konservative und wirtschaftsliberale Kräfte stärker vernetzen und so erreichen, dass die Union wieder verstärkt konservative Positionen vertritt.

5 thoughts on “Die CDU nicht aufgeben – Koalitionsvertrag ablehnen!”

  1. Sehr gute Entscheidung. Sollte es auf Ihrem Bundesparteitag nicht reichen und die SPD-Mitgglieder sollten der GroKo doch zustimmen, dann bliebe noch immer die Wahl des Bundeskanzlers durch den Bundestag. 45 Nein-Stimmen aus den Reihen der beiden GroKo-Fraktionen in den ersten beiden Wahlgängen nach Art. 63 GG wären mehr als der halbe Gesamtsieg! Ans Werk, sehr geehrte WerteUnion. Es geht um Deutschland und es geht um Ihre Union. Mit Angela Merkel würden beide in den kommenden 3 1/2 Jahren untergehen.

  2. Rainer Küpper hat recht. Gebe Gott, dass es endlich zu einer Erneuerung in der CDU kommen möge. Aber eine große Hoffnung habe ich nicht. Danke für alle Initativen!

  3. Nach dem 97%-Votum pro GroKo auf dem CDU-Delegiertenparteitag am 26.02.2018 wird klar, dass die CDU nicht reformierbar ist. Für die Mitglieder der WerteUnion scheint die Zeit gekommen, den Wechsel zu einer anderen Partei zu vollziehen und von dort aus wirkungsvolle Opposition zu leisten.

    1. Hallo Herr Küper, für die Mitglieder der WU ist noch lange nicht die Zeit gekommen um den Wechsel zu einer anderen Partei zu vollziehen. Wenn wir die ganze Situation sachlich betrachten, dann können wir feststellen, das es der WU nach 12 Jahren “Allein”herschaft von Frau Merkel in einem Jahr nicht gelungen ist, ca 0.4 % der CDU-Mitglieder zu einem anderen Kurs zu bringen. Das kann man und muss man feststellen.
      Wenn Sie aber genau hingehört haben, dann gibt es unter den ausgewählten, handverlesenen Delegierten sogar leise, verhaltene Kritik . Noch leise, aber die offene Kritik der WU oder auch der MIT wirken. Warum sollten wir Mitglieder einen Prozess der gerade begonnen hat jetzt abrupt durch Austritt beenden? Ich meine jetzt erst recht, denn das noch junge Pflänzchen “innerparteiliche” Kritik in der CDU muss jetzt gepflegt werden. Ein weitere Frage, ist wohin wechseln? Zur AfD etwa? Das wird sich hoffentlich kein konservativer CDU’ler antun. Weil sie undemokratisch ist? Nein die AfD ist eine rechte braunen Suppe mit dem Feigenblatt der Demokratie serviert. Und alle weiteren unbedeutenden Parteien und Vereinen, haken Sie diese als echte Alternative zur WU ab. Die LKR, lauert auf den politischen Tod der AfD. Und dank Frau Merkel wird der Zulauf zur AfD ungebrochen zunehmen. Diese Partei LKR ist politisch so bedeutsam, wie ein Gesangsverein. Oder meinen Sie einen der geschätzt 100 Vereinen und Parteien die alle sich auf die Grundsätze der CSU berufen?
      Also statt die WU und die CDU/CSU zu verlassen, sollte der konservativ politisch denkende Mensch in Deutschland seine Kraft für die WU einbringen, so werden aus geschätzten 2/450 (in 1000 Mitglieder) in absehbarer Zeit 10/450 oder 150/450 oder mehr.

  4. AfD teile ich nicht. Zur Information habe ich sehr viele Bundestagsreden live und als Aufzeichnungen verfolgt. Die AfD ist der klassischen Union sehr nahe. Ihr Prinzip Hoffnung wird Deutschland und der Europäischen Union nicht helfen. Im Umgang mit Ihrer Bundesvorsitzenden werden zarte Pflanzen und verhaltene Kritiker vom Hofstaat zermalmt werden.

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