“Ich halte nichts von einer Schweinefleisch-Pflicht in Kantinen” CDU-Generalsekretär Hagel

29. März 2018 Von Sören S. Sgries

Heidelberg/Stuttgart. Als sich vor einem Jahr die “WerteUnion – Freiheitlich-konservativer Aufbruch” als Dachverband streng konservativer Gruppen innerhalb der CDU grĂĽndete, war Manuel Hagel wenig begeistert. Wer sich einbringen wolle, mĂĽsse keine “Selbsterfahrungskurse auĂźerhalb der Partei” machen, schimpfte der Generalsekretär der SĂĽdwest-CDU. Die Zeiten haben sich geändert. Am 7. April wird der 29-Jährige ein GruĂźwort zum einjährigen Bestehen sprechen.

Herr Hagel, vor einem Jahr haben Sie ĂĽber die “WerteUnion” noch geschimpft, jetzt sind Sie deren Gast. Was hat sich geändert?

Ich habe immer gesagt, dass die Konservativen in der CDU Baden-WĂĽrttemberg kein Reservat brauchen, sondern ihren Platz in unserer Mitte haben. Ich bin froh ĂĽber jeden, der sich Gedanken macht, wie unsere Volkspartei in fĂĽnf, zehn oder fĂĽnfzehn Jahren aussehen soll. Und ich bleibe auch dabei: Bei der Forderung, die Werteunion mĂĽsse eine Vereinigung innerhalb der CDU werden, bin ich sehr zurĂĽckhaltend.

Sie selber haben inzwischen eine Art “Weckruf” fĂĽr ein konservatives Profil veröffentlicht. Ein Eingeständnis, dass die Sehnsucht nach einer Stärkung dieses Markenkerns berechtigt ist?

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