Vera Lengsfeld: Der schnelle weg in die Vereinigung war alternativlos

Sie haben in den vergangenen viereinhalb Jahrzehnten politisch fast die ganze Bandbreite erlebt, waren ab 1975 Mitglied der SED, die Sie Anfang der 1980er zwangsweise verlassen mussten, dann ab 1989/90 zunächst bei den Grünen und gingen dann zur CDU. Sind Sie politisch inzwischen angekommen? Und wenn ja: wo?

Ich konnte mit dem Begriff „politische Heimat“ nie etwas anfangen. Ich habe mir immer neue Verbündete gesucht, um das durchzusetzen, was ich für richtig hielt. Ich bin von den Grünen zur CDU gegangen, als die Grünen Thüringen beschlossen, mit der umbenannten SED, damals hieß sie PDS, Koalitionen einzugehen, um an die Macht zu kommen. Heute gibt es gewichtige Stimmen in der CDU, die Koalitionen mit der SED-Linken nicht mehr ausschließen. Dagegen werde ich mich positionieren, wie damals bei den Grünen. Deshalb unterstütze ich die Werteunion.

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