WerteUnion fordert Abschaffung der doppelten StaatsbĂĽrgerschaft

Doppelpässe führen nicht nur auf dem Rasen zu Verwirrung

Die WerteUnion, der bundesweite Zusammenschluss konservativer und wirtschaftsliberaler Mitglieder innerhalb der Unionsparteien, fordert von der Parteispitze und der Bundestagsfraktion von CDU und CSU Maßnahmen zur Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft. Hintergrund ist das Bild, dass die beiden deutsch-türkischen Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan bei einem Wahlkampf-termin mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zeigt.

„Die Umsetzung des Beschlusses des CDU Bundesparteitags zur doppelten Staatsbürgerschaft ist eine unserer Kernforderungen“, sagt Alexander Mitsch, Bundesvorsitzender der WerteUnion. „Nun hat sich auf traurige Weise bestätigt, was wir an der Doppelpassregelung kritisieren. Doppelpässe führen nicht nur auf dem Rasen zu Verwirrung. Sie sind ein handfestes Integrationshindernis und gehören deshalb abgeschafft. Dass Frau Merkel als Bundesvorsitzende den Beschluss des Parteitags demonst-rativ ablehnt, sorgt bei vielen Unionsmitgliedern und -Wählern für großes Unverständnis.“

„Es ist ein Schlag ins Gesicht der Mehrheit der deutschen Staatsbürger, dass die DFB-Nationalspieler Özil und Gündogan sich demonstrativ von unserem Land und unseren Werten abwenden“ , ergänzt Simone Baum, stellvertretende Bundesvorsitzende der WerteUnion. „Wer die Nationalfarben für die DFB-Auswahl trägt, hat auch eine Verantwortung. Nämlich, die freiheitlich-demokratische Ordnung unseres Lands zu repräsentieren. Wenn ein Nationalspieler sich mit dem Despoten Erdogan trifft und ihn dazu noch als „seinen Präsidenten“ bezeichnet, kann das nur heißen, er ist fehl am Platz.“

Die doppelte StaatsbĂĽrgerschaft wurde im Jahr 2000 von der damaligen rot-grĂĽnen Bundesregierung eingefĂĽhrt. Stand Zensus 2011 leben etwa 530.000 Menschen mit deutsch-tĂĽrkischer Doppelstaats-bĂĽrgerschaft in Deutschland. Seither wurde die Zahl der StaatsbĂĽrger mit Doppelpass nicht mehr sta-tistisch erfasst.

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Alexander Mitsch, Vorsitzender
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