WerteUnion NRW weist Serap Gülers Kritik zurück

Die NRW-Integrationsstaatssekretärin, Frau Serap Güler, kritisiert scharf das kürzlich erschienene Buch „Der politische Islam gehört nicht zu Deutschland“ ihres Parteifreundes Carsten Linnemann. Die WerteUnion NRW weißt diese Kritik als unsachlich und tendenziös zurück, und stellt sich
vollumfänglich hinter Herrn Linnemann, den Chef der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung.

Simone Baum, Landesvorsitzende der WerteUnion in NRW: „Wir sind es seit Jahren gewohnt, dass jede auch noch so fundierte Diskussion über den politischen Islam und die von ihm generierten Probleme sofort von den aus Ankara ferngesteuerten Islamverbänden wie der DITIB diffamiert wird. Dass wir jetzt aber schon Anwürfe aus der eigenen Partei, noch dazu von einer Frau die es eigentlich besser wissen müsste, hinzunehmen haben, das ist ein deutliches Alarmsignal.“

Wenn Frau Güler hier die Frage in den Raum stellt, „was der politische Islam eigentlich sei“, dann ist das nicht nur der Sprachduktus eines Recep Tayyip Erdoğans, sondern auch Beweis dafür, dass Frau Güler entweder kein fundiertes Wissen über den Islam und seine vielfältigen Ausprägungen hat, oder die Problematik – warum auch immer – schlicht und einfach ignoriert.

Integration kann nämlich nur dann gelingen, wenn die Menschen, die unser Land als ihre neue Heimat gewählt haben, die grundlegenden Werte unser freiheitlich-demokratischen Grundordnung akzeptieren und mit offenem Herzen annehmen. Dazu zählen wir insbesondere die Gleichstellung von Mann und Frau, die sexuelle Selbstbestimmung von Mädchen und Frauen, und die rückhaltlose Akzeptanz des staatlichen
Gewaltmonopols.

Simone Baum: „Menschen kann man nicht integrieren, Menschen müssen sich selber integrieren. In den letzten 50 Jahren haben sich viele Millionen Menschen aus den verschiedensten Kulturkreisen gut in unser Land integriert, darunter Italiener, Griechen, Menschen aus Ex-Jugoslawien, aus Polen und Russland. Und auch viele Menschen mit türkischen, persischen und arabischen Wurzeln haben sich wunderbar in unsere freie und offene Gesellschaft eingegliedert.“
Aber immer da, wo die Akolythen des politischen Islams ihre Stimme erheben und Unfrieden zwischen den verschiedenen Kulturen säen, da entstehen Probleme und vertiefen sich die Gräben. Und wenn Herr Linnemann diese Probleme nun offen und mutig benennt, dann wäre es eigentlich Aufgabe von Frau Güler gemeinsam mit Herrn Linnemann an Lösungsmöglichkeiten zu arbeiten.

Engelskirchen, am 01.03.2019,

Udo Kellmann
Stellvertretender Landesvorsitzender NRW der WerteUnion
Mitglied im Bundesvorstand der WerteUnion

Simone Baum
Landesvorsitzende NRW der WerteUnion
Stellvertrendende Bundesvorsitzende der WerteUnion



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